STINNER: Verteidigungshaushalt muss stärker auf Bedürfnisse der Bundeswehr im Einsatz ausgerichtet werden
Pressemitteilung vom 27.03.2008
BERLIN. Zu dem Anschlag auf die Bundeswehr nahe Kundus erklärt der außenpolitische Experte der FDP-Bundestagsfraktion Rainer STINNER:
Den verletzten Soldaten gehört unser Mitgefühl und wir wünschen ihnen eine gute Besserung. Der Anschlag zeigt erneut, dass die Einteilung Afghanistans in vermeintlich gefährliche und vermeintlich sichere Gegenden unsinnig ist. Derartige Anschläge können in jedem Teil des Landes vorkommen und Soldaten aller Nationen sind dadurch gefährdet.
Es zeigt sich aber auch, wie richtig es ist, dass wir immer wieder auf die große Bedeutung geschützter Fahrzeuge hingewiesen haben. In einem ungeschützten Fahrzeug hätten die Soldaten wohl nicht überlebt. Noch immer aber hat die Beschaffung von direktem Bedarf für den Einsatz nicht in jedem Fall die notwendige Priorität. Hier muss im Verteidigungshaushalt noch weiter umgesteuert werden.
In Afghanistan ist noch viel Arbeit zu leisten. Dazu leistet die Bundeswehr einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag. Ihr gefährliches Engagement muss politisch aber stärker flankiert werden. Deshalb erwartet die FDP-Bundestagsfraktion vom NATO-Gipfel in Bukarest endlich ein konkretes Konzept mit nachprüfbaren Zielvorgaben, was die NATO in welcher Zeit mit welchen Mitteln in Afghanistan erreichen will.
geschrieben: 28. 03. 2008 abgelegt in aktuelle Politik.
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